Der Bezirk Eimsbüttel hat heute eigene Pläne für die Uni Entwicklung vorgelegt. Der Bezirksamtsleiter Jürgen Mantell zeigt so, dass am Standort Rotherbaum eine zukunftsfähige, attraktive und sich in das Quartier gut einfügende Universität neu- und weiterentwickelt werden kann.
Die Inanspruchnahme der zusätzlich vom Bezirk angebotenen Flächen beim Uni-Sportplatz und an der Grindelallee kann die städtebauliche Einfügung am Campus Von-Melle-Park verbessern und zudem erhebliche Optimierung für deutlich verkürzte Bauabläufe und verbesserte Umzugsketten schaffen.
Der Bezirk Eimsbüttel steht außerdem auf folgenden Standpunkten:
1. Der Abschlussbericht zur Universitäts-Entwicklungsstudie wird vom Bezirk Eimsbüttel nicht als ausreichende Grundlage für eine Richtungsentscheidung über eine der vier untersuchten Szenarien bzw. zur Zukunft der Univer-sität angesehen. Der Bericht ist im Ergebnis zu einseitig auf die Komplettverlagerung der Universität zum Kleinen Grasbrook ausgerichtet. In diesem Sinne wird der derzeitige Universitätsstandort schlecht und der gewünschte Standort auf dem Kleinen Grasbrook schön geredet.
2. Das Leitbild „Integrierte Stadtteiluniversität“ ist unbedingt richtig und wird am Standort Rotherbaum in optimaler Weise erfüllt. Auf dem Kleinen Grasbrook kann das Leitbild dagegen kaum umgesetzt werden. Auf dem Kleinen Grasbrook, eine Halbinsel in der Elbe, würde eine reine Campus-Universität aus der Retorte entstehen. Hier mag die geografische Mitte Hamburgs sein, aber eine dortige Universität läge nicht im Herzen der Stadt, sondern in isolierter Lage.
3. Die zukünftigen Flächenbedarfe der Universität als entscheidende Grundlage der Szenarien müssen ausreichend fachlich und politisch abgestimmt und belastbar sein. 2004 ging man noch von einem Flächenüberhang von 40.000 qm aus. Heute behauptet die Entwicklungsstudie einen Mehrbedarf von 100.000 qm. Gleichwohl kann dieser behauptete Mehrbedarf von 100.000 qm (Hauptnutzfläche) am Standort Rotherbaum verwirklicht werden.
4. Bauablauf, Umsetzung Auch hier werden für den vorhandenen Standort die ungünstigsten und dem Standort Kleiner Grasbrook die günstigsten Bedingungen zur Umsetzung unterstellt. So behauptet die Studie, dass am Standort Kleiner Grasbrook Baubeginn 2013 und Bauende 2019 sein könnte. Wohingegen am Rotherbaum Baubeginn 2011 und Bauende erst 2028/29 behauptet wird. Damit wird sowohl unterstellt, dass die Hafenbetriebe am Kleinen Grasbrook, die eine Bestandsgarantie bis 2025 haben, vorher verlagert werden können als auch besonders günstige Planungs- und Bauabläufe. Dieses wird ausdrücklich bezweifelt.
5. Die zusätzlichen Flächenangebote des Bezirks ermöglichen eine Optimierung des Plankonzeptes der Studie und verkürzen die Bauabläufe. Der Bezirk hat Flächen im Bereich des Uni-Sportparks am Turmweg sowie an der Grindelallee angeboten. Damit entsteht ein zusätzliches Flächenpotenzial von ca. 40.000 qm (Hauptnutzfläche). Dieses bedeutet gegenüber der Darstellung der Studie im Szenario 2 eine deutliche Entlastung.
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