Archiv für Dezember 2009

Online-Pressespiegel 15. Dezember 2009

Verfasst von Gabor Gottlieb am 15. Dezember 2009 --- Kommentar hinzufügen

Hamburg1: Umzugspläne für die Uni Hamburg (Video)

NDR: Senatorin: Nur Kleiner Grasbrook ist zukunftssicher

Die Welt: Uni-Umzug: Offener Streit zwischen Senat und Kammer

Bild: Gundelach wirbt für Uni-Umzug in den Hafen

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Hamburger Abendblatt: Senatorin legt sich fest: Die Uni soll in den Hafen

Hamburger Abendblatt: Gundelach: Mutig, aber nicht weise

Hamburger Abendblatt: Gundelach schließt sich Oberbaudirektor an

Senatorin für Uni-Umzug

Verfasst von Gabor Gottlieb am 15. Dezember 2009 --- Kommentar hinzufügen

Dass die Senatorin Gundelach für den Uni-Umzug ist, ahnte man ja schon. Aber trotzdem konnte man das Gefühl haben, dass in dem Entscheidungsprozess Sachargumente gehört werden.  Gestern wollte der Wissenschaftsausschuss der Bürgerschaft über die Alternativvorschläge aus Eimsbüttel und der Handelskammer beraten. Da düpierte die Senatorin den Ausschuss und erklärte per Pressemitteilung schon vor der Beratung, beide Planungen seien völlig untauglich. Die Pressemitteilung der Senatorin sei hier dokumentiert:

Pressemitteilung BWF 14. Dezember 2009 (PDF)

Uni-Bauentwicklung: Vorschläge aus Eimsbüttel und der Handelskammer keine wirklichen Alternativen

Wissenschaftsbehörde stellt Ergebnisse der externen Prüfung vor

In die Diskussion um die bauliche Entwicklung der Universität Hamburg haben sich das Bezirksamt Eimsbüttel (BA Eimsbüttel) im Juni 2009 und die Handelskammer Hamburg (HK) im Oktober 2009 mit eigenen Vorschlägen eingebracht. Die Behörde für Wissenschaft und Forschung (BWF) hat die Vorschläge durch die Experten der Firma gmp Architekten prüfen lassen. Die Ergebnisse werden den Abgeordneten des Wissenschaftsausschusses heute vorgestellt (17 Uhr, Rathaus Hamburg, R. 151).

Die Prüfungsergebnisse zeigen, dass sowohl der Vorschlag des BA Eimsbüttel als auch der von der Handelskammer favorisierte Vorschlag, die sich beide auf alternative Entwicklungsmöglichkeiten am Standort Rotherbaum beziehen, planungsfachliche Mängel aufweisen und die jeweils prognostizierten Sollflächen nicht erreicht werden. Von dem von der Handelskammer prognostizierten Gesamtflächenpotenzial von 367.701 m² HNF am Standort Rotherbaum bleiben nach gebäudeweiser Prüfung der Flächen und unter Berücksichtigung technischer Fehler nur rund 271.000 m² HNF übrig. Benötigt werden jedoch für die Universität bis 2020/2025 rund 344.000 m² HNF. Das BA Eimsbüttel hat lediglich Vorschläge für das Areal Von-Melle-Park vorgelegt und für den MIN-Campus keine Ideen präsentiert. Auch für den Teilbereich Von-Melle-Park bleiben die Bezirksvorschläge unterhalb der notwendigen Sollflächen für die Universität. Der von der Handelskammer ins Spiel gebrachte Alternativ-Standort Klostertor/Großmarkt würde die Sollflächen erfüllen, wirft allerdings viele unbeantwortete Fragen auf.

Kostenschätzungen fehlen beim Vorschlag des BA Eimsbüttel gänzlich, auch das Standpunktepapier der Handelskammer weist diesbezüglich keine Zahlen auf. Die von der Handelskammer nachträglich genannten Zahlen konnten auch auf Nachfrage nicht näher dargestellt werden. (Auf der Pressekonferenz im Oktober wurden von der Handelskammer 590 Mio. EUR für Eimsbüttel und rund 1,2 Mrd. EUR für den Standort Klostertor genannt. Diese Ansätze wurden einen Monat später im Wissenschaftsausschuss korrigiert und fielen mit 1,177 Mrd. EUR für den Standort Rotherbaum doppelt so hoch und mit 1,567 Mrd. für den Standort Klostertor rund 30 Prozent höher aus als vorher veranschlagt).

Eimsbüttel:

Die vom BA Eimsbüttel vorgeschlagenen Flächen beziehen sich ausschließlich auf den Bereich Von-Melle-Park (inkl. Sportpark) und sind nur mit deutlichen Abstrichen realisierbar. Die Lageplanprüfung hat ergeben, dass Abstandsflächen falsch berechnet und öffentliche Straßen und Plätze mit Baukörpern überplant wurden. Ebenso wird der von der Universität für die Sportlehrerausbildung und den Universitätssport dringend benötigte Sportplatz weitestgehend überbaut. Außerdem werden mehrere im Privatbesitz befindliche Gebäude in den Planungen abgerissen. Insgesamt müssen deshalb knapp 25.000 m² Hauptnutzfläche (HNF) abgezogen werden, so dass anstatt der vom BA Eimsbüttel errechneten Neubauflächen von 121.000 m² HNF nur noch gut 96.000 m² HNF verbleiben; deutlich weniger als in der von der BWF vorgelegten Studie (111.000 m² HNF). Eine seriöse Umzugsplanung, die für die Aufrechterhaltung des Universitätsbetriebes zwingend erforderlich ist, hat das BA Eimsbüttel nicht vorgelegt.

Die Handelskammer prognostizierte in ihrem Standpunkte-Papier ein Gesamtflächenpotenzial von 367.701 m² HNF am Standort Rotherbaum. Bei der gebäudeweisen Nachprüfung der Flächen und unter Berücksichtigung technischer Fehler konnten die Experten von gmp allerdings nur rund 271.000 m² HNF ermitteln (ohne Gebäude der Alten Post). Benötigt werden jedoch 344.000 m² HNF.

Hinzu kommt, dass nach Vorstellungen der Handelskammer so problematische Gebäude wie der WiWi-Bunker und das Geomatikum erhalten und aufwändig saniert werden sollen. Außerdem hält die Handelskammer zwei Umzüge pro universitärer Einrichtung innerhalb der Bauzeit für zumutbar. Die BWF-Studie geht von der Prämisse eines Umzugs aus, um die Funktionsfähigkeit des Lehr- und Forschungsbetriebes aufrecht zu erhalten.

In den Ausführungen des Standpunkte-Papiers der Handelskammer zeigen sich zudem Widersprüche: So wird einerseits Grunderwerb durch die Stadt Hamburg in Eimsbüttel für nicht notwendig bzw. ohne unkalkulierbare Risiken vollziehbar betrachtet, andererseits schlägt die Handelskammer Erweiterungsflächen vor, für die Grunderwerb von Privaten durchaus erforderlich ist (Alte Post, Reinfeldstraße). Des Weiteren sieht die Handelskammer zwar die Notwendigkeit von Flächen für Ausgründungen und Technologieparks im Umfeld der Universität, stellt in ihrem Gesamtfazit aber selbst fest, dass diese am Standort Rotherbaum nicht vorhanden sind (vgl. S. 23 f. bzw. S. 82 Handeslakmmer-Standpunkte).

Darüber hinaus zeigen sich weitere Probleme bei den vom BA Eimsbüttel und von der Handelskammer vorgeschlagenen Erweiterungsoptionen, deren Verfügbarkeit in Zweifel gezogen werden muss:

• Gewerbeschule 2: Nach Aussage der Behörde für Schule und Berufsbildung ist eine Nutzungsverlagerung der Gewerbeschule 2 nicht beabsichtigt. Eine Verlagerung wäre mit erheblichem Neubauvolumen verbunden, da das in den 1990er Jahren unter Denkmalschutzgesichtspunkten sehr aufwändig sanierte Gebäude eine Ausstattung erhalten hat, die kostenintensive Laborinstallationen beinhaltet und eine zeitgemäße Ausbildung ermöglicht.

• Schröderstift: Das Gebäude steht seit langem unter Denkmalschutz und enthält einen Sakralraum, der durch die griechisch-orthodoxe Gemeinde genutzt wird. Unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erscheint ansonsten allein eine Nutzung zu Wohnzwecken der ursprünglichen Bestimmung des Gebäudes zu entsprechen. Eine Umnutzung unter Verdrängung der jetzigen Bewohner ist unrealistisch.

• Schlumper Institute: Die von der Handelskammer als Erweiterungsfläche benannten Schlumper Institute (Beim Schlump 83/Ecke Monetastraße) sind bereits im Unibestand. Dort befinden sich zurzeit das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH), das Institut für die Geschichte der deutschen Juden und die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), die erst vor kurzem dort untergebracht worden sind.

Fazit: Wie auch in der von der BWF vorgelegten Studie (Szenario 2) können die Alternativ-Vorschläge für eine bauliche Entwicklung der Universität in Eimsbüttel nur bei einer stärkeren Verdichtung, als von BA Eimsbüttel und Handelskammer vorgeschlagen, erzielt werden.

Klostertor/Großmarkt:

Die Prüfung der Flächenermittlung der Handelskammer für den Alternativ-Standort Klostertor/Großmarkt und Huckepackbahnhof zeigt, dass auch hier aufgrund nicht eingehaltener Abstandsflächen Flächenabzüge vorgenommen werden müssen. Die Nachprüfung ergibt insgesamt ca. 407.200 m2 HNF Neubaufläche inkl. Großmarkthalle (30.718 m2 HNF). Der prognostizierte Flächenbedarf der Universität im Jahr 2020/25 wird damit klar erreicht. Insbesondere die Flächenverfügbarkeit des Huckepackbahnhofs (geplanter Standort für die MIN-Fakultät) ist positiv zu beurteilen. Allerdings sind die beiden Standorte durch eine 12-spurige Hauptverkehrsstraße voneinander getrennt. Der zeitliche Vorteil einer schnellen Fertigstellung des MIN-Campus (2014) auf dem Gelände des Huckepackbahnhofs wird allerdings begrenzt, weil die zugehörigen Hörsäle in der Großmarkthalle erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehen können (2018). Ein Umzug ohne ausreichende Hörsaalkapazitäten erscheint wenig sinnvoll.

Über das Gelände Klostertor/Großmarkthalle kann nicht kurzfristig verfügt werden. Hier existieren Bestandsgarantien bis zum Jahr 2034 mit ersten Sonderkündigungsmöglichkeiten in 2024. Die gesamte Umzugsdauer wäre letztlich abhängig von der Verlagerung des Großmarktes. Die Funktionalität der denkmalgeschützten Großmarkthalle für eine geplante universitäre Nutzung ist fraglich, da das Gebäude für die besonderen Anforderungen eines Großmarktes errichtet wurde. Eine neu errichtete Universität und Staats- und Universitätsbibliothek sollten jedoch eine ihren Funktionen adäquate und moderne bauliche Gestalt erhalten. Des Weiteren muss in Frage gestellt werden, ob der geplante mehrgeschossige Einbau von Gebäudekuben in die Halle mit den denkmalpflegerischen Anforderungen vereinbar ist.

Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach: „Die Vorschläge des Bezirksamts Eimsbüttel und der Handelskammer Hamburg haben zum intensiv geführten Diskussionsprozess über die baulichen Entwicklungsperspektiven der Universität Hamburg beigetragen. Das begrüße ich sehr.

Das Standpunktepapier der Handelskammer liegt als Broschüre (ohne Flächenberechnungen und Kosten) vor, die Vorschläge des Bezirks bestehen aus wenigen Lageplänen, Bildern und einer Computeranimation. Von „Gegenstudien” zu sprechen, wie manch einer es gerne macht, halte ich deshalb nicht für angemessen.

Schon die von meiner Behörde initiierte Studie hat gezeigt, dass die Universität grundsätzlich auch in Eimsbüttel wachsen kann. Dies funktioniert aber - anders als von beiden „Alternativentwürfen” behauptet - nicht ohne eine starke Verdichtung des Universitätsviertels. Das hat jetzt auch die Nachprüfung beider Vorschläge gezeigt. Beim Vorschlag der Handelskammer fehlen ca. 70.000 m2 HNF, die für das Wachstum der Universität bis 2020/2025 notwendig sind. Das BA Eimsbüttel hat leider nur bedingt verwendbare Teilplanungen vorgelegt.

Der von der Handelskammer eingebrachte Alternativ-Standort Klostertor/Huckepackbahnhof wurde seinerzeit auch von unseren Arbeitsgruppen ins Auge gefasst, aufgrund der noch längeren Bestandsgarantien bis 2034 und der schwierigen Nutzbarmachung der denkmalgeschützten Großmarkthalle aber wieder verworfen. Hinsichtlich der Qualität und der Signalwirkung des Standortes habe ich erhebliche Zweifel. Das Ziel einer integrierten Stadtteil-Universität wird erkennbar verfehlt: Das Großmarktgelände wird nördlich und östlich von großen Verkehrsachsen tangiert, im Nordwesten riegeln Gleiskörper den Weg Richtung Innenstadt ab. Ein direkter Vergleich des Klostertors mit dem Kleinen Grasbrook - auch hinsichtlich der Kosten - hinkt deshalb: Der Kleine Grasbrook soll in den von uns entwickelten Szenarien 4.0 und 4.1. als Stadtteil erschlossen werden und neben der Uni-Nutzung auch einen möglichst hohen Anteil übriger Stadtnutzungen bieten. Der vorgeschlagene Standort der Handelskammer legt eher die Vermutung nahe, dass die Handelskammer in erster Linie den langfristigen Erhalt der Hafennutzung auf den Kleinen Grasbrook intendiert und die Interessen der Universität diesem Ziel unterordnet.

Hamburg ist aber gefordert, sich im internationalen Wettbewerb um Wissenschaftler, Studierende und attraktive Wirkungsstätten hervorragend aufzustellen. Die Ausstrahlung, die Neubauten verbunden mit einer hohen Funktionalität an einem attraktiven Standort mit sich bringen, dürfen wir dabei nicht unterschätzen.”

Online-Pressespiegel 12. Dezember 2009

Verfasst von Gabor Gottlieb am 12. Dezember 2009 --- Kommentar hinzufügen

Mit der endgültigen Entscheidung, dass Dieter Lenzen neuer Uni-Präsident wird, endet eine Hängepartie an der Universität. Allerdings scheint die Senatorin auch jetzt noch nicht über den Standort der Universität entscheiden zu wollen. War bisher eine Entscheidung für das Frühjahr 2010 geplant, so ist jetzt von 2011 die Rede.

NDR Online: Lenzen wird neuer Uni-Präsident in Hamburg

Lenzen macht es dochHamburger Abendblatt: Neuer Uni-Präsident setzt erste Forderungen an Senat durch

Die Welt: Neuer Uni-Präsident legt Forderungskatalog vor

Hamburger Morgenpost: Dieter Lenzen übernimmt den Chefsessel

die tageszeitung: Lenzen macht es doch

Online-Pressespiegel 11. Dezember 2009

Verfasst von Gabor Gottlieb am 11. Dezember 2009 --- Kommentar hinzufügen

hh-heute.de: Uni: Lenzen nimmt seine Wahl an

Online-Pressespiegel 09. Dezember 2009

Verfasst von Gabor Gottlieb am 9. Dezember 2009 --- Kommentar hinzufügen

Der Tagesspiegel: Lenzens neue Baustelle

Online-Pressespiegel 06. Dezember 2009

Verfasst von Gabor Gottlieb am 6. Dezember 2009 --- Kommentar hinzufügen

Die Welt: Was sich an der Uni ändern muss (Am Ende findet sich ein kleiner Abschnitt zur Standortfrage)

Online-Pressespiegel 04. Dezember 2009

Verfasst von Gabor Gottlieb am 4. Dezember 2009 --- Ein Kommentar

Erstmals gibt der Senat zu erkennen, wie er die Sanierung der Universitätsgebäude überhaupt finanzieren möchte. Es soll ein Sondervermögen “Hochschule” gegründet werden. Alle Grundstücke und Gebäude der Hochschulen - aller Hochschulen - soll darin eingebracht und mit Krediten beliehen werden.

Die Welt: Alle Uni-Gebäude sollen beliehen werden