Nach zwei Jahren Stillstand für die bauliche Entwicklung der Universität, nach zwei Jahren fruchtloser Handlungen der Wissenschaftsbehörde auf der Basis tendenziöser Studien ist die Wissenschaftssenatorin in einer Sackgasse, wie die wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Dorothee Stapelfeldt betonte. Die Verlagerungspläne seien für die Entwicklungsperspektiven der Universität weder wünschenswert noch notwendig, sie seien schlicht unnötig, unverantwortlich und wissenschaftspolitisch unsinnig gewesen. Die Verlagerung wäre für die haushaltspolitische Situation der Stadt desaströs geworden.
„Die unsäglichen Planungen von Bürgermeister und Wissenschaftssenatorin, die Universität zum stadtentwicklungspolitischen Instrument des Sprungs über die Elbe zu machen, haben ein Ende gefunden,” so Stapelfeldt. „Das ist richtig. Unsere Kritik, aber auch unsere Vorschläge sind in vollem Umfang bestätigt worden.
Ich erwarte, dass der Universität nun eine verbindliche bauliche Entwicklungsperspektive gegeben wird. Die Vernachlässigung der Universitätsgebäude durch den Senat muss nun schnell ein Ende finden. Wir werden den Bürgermeister beim Worte nehmen, der in der Bürgerschaft ankündigte, zukünftig einen Schwerpunkt der Investitionen Hamburgs auf die Universität zu legen und dreistellige Millionenbeträge zu investieren.
Die SPD-Fraktion hat erst kürzlich ein Konzept zur baulichen Entwicklung der Universität vorgelegt, welches die Sanierung bestehender Gebäude und die Erweiterung der Hochschule um knapp 92.000 Quadratmeter vorsieht. Die von uns vorgeschlagenen Maßnahmen sind planungsrechtlich abgesichert, zügig umsetzbar und mit realistischen Kostenansätzen versehen. Sie würden die bauliche Situation der Universität entscheidend verbessern und wären in 10 Jahren realisierbar.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass es der Universität Hamburg und dem Bezirksamt Eimsbüttel gemeinsam gelingen wird, eine gute Lösung für die bauliche Entwicklung der Universität in Eimsbüttel zu finden. Danach sollte sich der Senat in seiner Entscheidung richten. Die Chance eines Neuanfangs für die Universität Hamburg muss genutzt werden”, appellierte Stapelfeldt.